Nicht anerkannt und trotzdem da

Von cs · · 2019/Jan-Feb

Zwischen Moldawien und der Ukraine liegt Transnistrien – ein Flecken Land von etwa 3.570 km², auf dem knapp halbe Million Menschen lebt – und der von keiner Nation der Welt als unabhängiger Staat anerkannt wird.

Völkerrechtlich ist das Gebiet Teil von Moldawien. Seit einem bewaffneten Konflikt im Jahr 1992 um die Unabhängigkeit sichern Friedenstruppen die Einhaltung des Waffenstillstands.

In der Hauptstadt Tiraspol wird der Platz des Stadtgründers Suworow in der sommerlichen Dürre bewässert und begrünt.© Christian Kaserer

Nicht nur die Flagge, auf der Hammer und Sichel verewigt sind, erinnert an die frühere Zugehörigkeit zur Sowjetunion. Auch das Alltagsleben ist davon geprägt. Deswegen nennt man Transnistrien auch die „letzte Sowjetrepublik“.

Wie das Leben in Transnistrien ist, können wir uns in Mitteleuropa aufgrund fehlender medialer Berichterstattung kaum vorstellen. (Foto-)Journalist Christian Kaserer machte sich auf den Weg und bereiste das Land von Nord nach Süd. Und liefert damit umfassende Einblicke in die Pridnestrowische Moldauische Republik (so die Eigenbezeichnung).   cs

Auf Bushaltestellen aus der Sowjetzeit trifft man immer wieder in Transnistrien.© Christian Kaserer

Christian Kaserer: Transnistrien – Ein Einstieg. Roadtrip durch die letzte Sowjetrepublik.

(Guernica Verlag, Linz 2018, 132 Seiten € 12,90)

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